kONZERT tERMINE Gunter Hampel Februar 2oo2
FEBRUAR
o7. GOETTINGEN, uNIVERSITAET , 16 - 22 Uhr
GUNTER HAMPEL TRIO + PRINCE ALEGS (break and other dances)
Gunter Hampel vibes, bcl, fl
Christian Weidner as
Gerrit Juhnke dm
Prince Alegs , dance
Vortrag Gunter Hampel :
Das Netzwerk der spontanen ( aber gelernten) Augenblicks-Kreation (Improvisation) in der Realitaet ( keine Theorie, sondern factum.
Jede Hampel-Komposition is ein anderes Netzwerk,Anleitung,Plattform,System, das im Koerper der Ausuebenden stattfindet und ko-operatives Handeln im Team initiiert.
Demonstration : "live music" SOLO + Tanz, DUO und Tanz, TRIO und Tanz
Einbeziehung der Besucher in den Schaffungsprozess.
28.Februar : DRESDEN , saite , solo konzert GUNTER HAMPEL vibes,bcl,fl
NEWS:
NEU auf dem NEW MILLENIUM SERIES -BIRTH RECORDS label:
BIRTH O59 SURVIVOR GUNTER HAMPEL TRIO "live" at APEX,Goettingen
Gunter Hampel vibes,bcl,fl
Nils Wogram tb
Christian Weidner as
die Doppel CD ist zum Preis von 1o,5o EURO , incl. Zusendung bei Vorueberweisung auf Postgiro 23 92 33 3o7 "Gunter Hampel" BLZ 25o 1oo 3o , bitte unter Verwendungszweck Betsllnr un genaue Adresse angeben, zu haben.
Oder Scheck senden an
Gunter Hampel, P Reis Str 1o , 37o75 Goettingen
info's unter GuntHampel@ aol. com
www.gunterhampelmusic.de
WEITERE INFOs zum 7.Febr.:
Programmentwurf
Nachhaltigkeit durch In-Beziehung-Sein
Das Abenteuer, in Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltige
Mensch-Welt-Verhältnisse zu gestalten
Werkstattsymposion zur Eröffnung des Interdisziplinären Zentrums für
Nachhaltige Entwicklung der Göttinger Universität (IZNE)
? Wissenschaftlich-musische Einführung:
Donnerstag, den 7. Februar 2002, 16.00 Uhr c.t. (bis 22.00 Uhr) in der
Aula der Universität am Wilhelmsplatz
? Bericht und Diskussionen der Projekte des IZNE:
Freitag den 8. Februar 2002, 9.00 Uhr c.t. - 22.00 Uhr im ehemaligen
Kinosaal am Wilhelmsplatz
? Diskusives Resumée des Symposions:
Sonnabend, den 9. Februar 2002, 9.30 Uhr - 16.00 Uhr im ehemaligen
Kinosaal am Wilhelmsplatz
Das Interdisziplinäre Zentrum für Nachhaltige Entwicklung der
Universität Göttingen lädt zu einem Werkstattsymposion ein. Das Zentrum
wurde im August 2000 vom Akademischen Senat der Universität Göttingen
errichtet. Mit diesem Werkstattsymposion möchte sich das Zentrum einer
breiten wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Öffentlichkeit
vorstellen. Dieses Symposion ist zugleich auch die offizielle
Eröffnungsveranstaltung des IZNE!
Das IZNE möchte in der Forschung, der Theoriearbeit und der Lehre nicht
nur eigene Akzente setzen, sondern auch "nach außen" Anregungen geben.
Ein besonderes Anliegen dieses Symposions ist ein Austausch zwischen
WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen .Wir wollen aus unserer
laufenden Arbeit in der Forschung, in der Entwicklung praktischer
Modelle und aus ersten Lehrveranstaltungserprobungen berichten. Damit
verbunden werden wir Nachdenkanstöße zur wissenschaftlichen
Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffes bieten: Wir möchten
gemeinsam mit den SymposionsteilnehmerInnen über neue Möglichkeiten von
Nachhaltigkeitsverständnissen diskutieren, deren existentielle
Perspektiven erkenntnisträchtig und praxisrelevant sind. Es würde uns
freuen, wenn dabei weitere Kooperationen mit KollegInnen ebenso wie auch
mit außeruniversitären Fachleuten, engagierten BürgerInnen und
Institutionen entstünden. Im übrigen möchten wir die Einrichtung des
Zentrums und seine bisherige Arbeit zusammen mit den Gästen feiern.
Das Symposion ist modulartig aufgebaut. Es ist möglich, entweder nur am
ersten Tag oder nur am zweiten Tag (hier evtl. auch nur an einzelnen
Programmteilen) teilzunehmen. Die Teilnahme am dritten Tag macht aber
wohl nur Sinn, wenn man auch bei anderen Projektteilen dabei war. Schön
wäre es natürlich, wenn es eine Reihe TeilnehmerInnen gäbe, die den
Gesamtbogen miterfahren, - hören, und reflektieren würden.
Warum "Werkstatt"-Symposion?
Im Begriff der "Werkstatt" soll sich die Vielfalt der Methoden spiegeln,
die wir in den drei Tagen des Symposions aufeinander abstimmen wollen:
Es gibt eine Mixtur aus Referaten, Gesprächen,
Präsentations-Marktständen, Themengruppen, Open Space Elementen,
ökologisch festlichem Imbiß sowie, last but not least: Klänge und
Musik - die das gemeinsame Nachdenken vielleicht auf besondere Weise
anregen können. Das Werkstattsymposion kann als Versuch der
In-Beziehung-Setzung der TeilnehmerInnen als AkteurInnen mit ihren ganz
unterschiedlichen Herkünften gesehen werden. Der wissenschaftliche
Diskurs soll gerade auch durch In-Beziehung-Setzung von Theorie, Praxis,
Subjektivität und Sachgegenständen im erforschenden und erprobenden
Handeln lebendig werden.
Wir fänden es schön, wenn das Werkstattsymposion ein
Kommunikationsereignis würde, das mit vielen Sinnen erfahrbar würde. Wir
würden gerne mit allen Beteiligten zusammen versuchen, so etwas wie ein
"soziales Kunstwerk" zu gestalten. Sofern diese Kunst ein wenig gelingt,
so kann in der Veranstaltungsform selbst schon etwas von einem
differenzierten erweiterten Nachhaltigkeitsverständnis durchscheinen.
Das Werkstattsymposion ist - wie der folgende Arbeitsplan zeigt -
ergebnisorientiert angelegt. Art und Weise der Arbeit soll die Lust an
interdisziplinärer Wissenschaft über Nachhaltigkeit anregen. Der
Tagungsort bietet einen schönen Rahmen dafür: Das Symposion beginnt am
ersten Tag in der Alten Aula der Universität am Wilhelmsplatz und wird
am zweiten Tag gegenüber im ehemaligen Kinosaal über der alten Mensa am
Wilhelmsplatz fortgesetzt.
Der Programmablauf
Donnerstag, den 7. Februar 2002, 16.00 - 22.00 Uhr:
Wissenschaftlich-musische Einführung - ein Kaleidoskop der
Nachhaltigkeit.
Der erste Tag wird durch Referate, Theorie und Zuhören in dichter Form
geprägt. Nach der Begrüßung durch den Niedersächsischen Umweltminister
und den Präsidenten der Universität Göttingen sowie einer Einleitung in
die Thematik werden Überlegungen zum Konzept des
Nachhaltigkeitsverständnisses aus verschiedenen gesellschafts- und
naturwissenschaftlichen, theologischen und philosophischen Sichtweisen
vorgetragen. Vielleicht scheinen dabei Umrisse neuer Möglichkeiten auf,
Probleme der Nachhaltigkeit zu erforschen und Problemlösungen für
gesellschaftlich-ökologische Krisen zu entwickeln.
Experimentelle Jazzmusik von Gunter Hampel und seiner Band zwischendurch
kann und soll auch dem Vergnügen dienen, sie wird zugleich ein mit den
Sinnen erfahrbarer Beitrag zum Thema sein. Pausen, eine Stärkung in der
Mensa gegenüber und Open-Space-Elemente zwischendurch bieten Gesprächs-
und Entspannungsmöglichkeiten.
Zur Anregung der Gedanken und Diskussionen haben wir als ReferentInnen
bis zum Datum dieses Textes eingeladen:
Hans-Peter Dürr (Physik)
Gunter Hampel (Musik)
Sabine Hofmeister (Ökonomie)
Gerald Hüther (Neurobiologie)
Heide Inhetveen (Agrarsoziologie)
Wolfgang Jüttner (Umweltminister)
Wolf Rosenbaum (Soziologie)
Dorothe Sölle (Theologie)
Gunter Hampel wird in einer Doppelrolle dabei sein: er wird in einem
Referat über Musik theoretisieren wie auch als Jazzmusiker mit seiner
Band spielen.
Freitag, den 8. Februar 2002, 9.00 - 22.00 Uhr:
Berichte und Diskussionen der Projekte des IZNE
Der zweite Tag ist sowohl "theorie- als auch praxishaltig". Theoretische
Reflexionen und Einblicke in Forschungsprojekte des IZNE werden an
diesem Tag mit anschaulichen Berichten aus der Praxis verbunden. Kurze
Referate bieten Informationen, präsentieren Überlegungen, Erfahrungen
und stellen Fragen. Die Projektteams und die KooperationspartnerInnen
aus der Region agieren in gemeinsamen Informationsmärkten. Es gibt mit
Bildtafeln, Diskussionsrunden, Visualisierungstafeln für das Formulieren
von Hypothesen und Fragen, vielerlei Gesprächs- und Denkanstöße. Der
große Saal bietet Möglichkeiten für das Bilden von Begegnungs- und
Gesprächsinseln. Dazwischen gibt es wiederum musische Elemente mit
Klängen.
Vormittags werden sich zwei Forschungsprojekte vorstellen und zum Dialog
einladen:
? Das Graduiertenkolleg: Wertschätzung und Erhaltung der Biodiversität
Bei diesem von der DFG geförderten Graduiertenkolleg geht es um die
Umsetzung von Naturschutzstrategien im Rahmen des Übereinkommens über
die biologische Vielfalt. Hier gibt es spannende Einblicke in ein
international vergleichendes Forschungsvorhaben, das
naturwissenschaftliches Untersuchen mit Fragen des politischen
Nachhaltigkeitsmanagements verbindet. Hinzu kommt die intensive Arbeit
in der Lehre mit den Kollegiaten.
? Das Bioenergiedorf
In einem Modelldorf- Jühnde - wird die Versorgung der gesamten Ortschaft
mit Strom und Wärme durch Biomasse unter partizipativer Einbeziehung der
EinwohnerInnen geplant. Nach der Realisierung werden dann die
Auswirkungen auf Landwirtschaft, Ökologie und Lebenskultur im ländlichen
Raum ermittelt. Dieses Projekt wird in Kooperation mit der Fachagentur
Nachwachsende Rohstoffe vom Bundesverbraucherministerium finanziert.
Unter Beteiligung von AkteurInnen aus dem Modelldorf wird es
Bildpräsentationen und Gesprächsrunden zwischen WissenschaftlerInnen und
PraktikerInnen geben.
Nachmittags werden sich ein Lehrveranstaltungsmodell und ein weiteres
Forschungsprojekt vorstellen
? Nachhaltige Seminarkultur - Studienexkursion in die Schweiz
Unterstützt von der Kairos-Stiftung hat eine Studierenden- und
WissenschafterInnen-Gruppe zehn Tage über Begründungen und Möglichkeiten
einer nachhaltigen Lebenskultur gearbeitet. Das Seminar lief auf
mehreren Ebenen gleichzeitig. Gegenstand der Arbeit waren nicht nur die
die intensive theoretische Beschäftigung mit dem Gegenstandsbereich,
sondern auch Besichtigungen und Sammlung von Erfahrungen durch Gespräche
und Beobachtungen von Ansätzen zur nachhaltigen Lebenskultur in der
Schweiz (u.a. im größten Handelsunternehmen der Schweiz). Die
theoretischen Diskurse fanden statt in einem ehemaligen Kloster und
jetzigen Musikseminarhaus. Sie waren verbunden mit vielerlei
ästhetischen Elementen, unterschiedlichen Kommunikationsformen und
Erprobung von Elementen einer nachhaltigen Alltagskultur. Erprobt und
kritisch reflektiert wurden zugleich Möglichkeiten einer humaneren,
lernintensiveren Seminarkultur. Auf dem Symposion werden TeilnehmerInnen
von ihren Erfahrungen mit diesem Modellversuch berichten.
? Lebenskulturwandel als öffentlicher Reflexions- und
Problemlösungsprozess
In einem Kooperationsprojekt mit dem Regionalverband Südniedersachsen
wurden die ersten Entwicklungsstufen eines umfassenden Kommunikations-
und Planungsmodelles in Form einer Reihe von Zukunftswerkstätten zum
Thema "Nachhaltig leben und wirtschaften in der Region" erprobt und
untersucht. Die inhaltlichen Vorschläge für eine nachhaltige regionale
Entwicklung und methodischen Erfahrungen werden in einer gemeinsamen
Präsentation mit dem Regionalverband, Südniedersachsen vorgestellt. Dazu
sind AkteurInnen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Initiativen
eingeladen. Diese in das Werkstattsymposion integrierte Fachkonferenz
soll innovative Anstöße für die Etablierung eines regionalen
"Dialog-Managements" geben.
Am Abend gibt es noch einen Projektbericht, direkt eingebettet in
sinnliche Erfahrung:
? Esskultur sinnlich erfahrbar - ein ökologisches schmackhaftes Buffet
aus der Region - opulent und bescheiden
Verbunden mit einem der Projektergebnisse aus dem
Lebenskulturwandelprojekt wird ein Festbuffet gestaltet mit anregenden
Informationen zum Zusammenhang der Mensch-Natur-Beziehung in der
landwirtschaftlichen Produktion, den Vermarktungs- und Handelswegen
sowie der Eßkultur. Zu diesem auch geselligen Ereignis werden
Theoretiker und Praktiker aus der Landwirtschaft, dem Handel,
Verbraucherschutz und der Wissenschaft eingeladen.
Als GesprächspartnerInnen und ReferentInnen für diesen Tag werden sich
natürlich auch die Vorstandsmitglieder des IZNE beteiligen:
Regina Birner (Ressourcenökonomie)
Hartmut Dunkelberg (Umweltmedizin)
Walter Girschner (Soziologie)
Bernd Herrmann (Anthropologie)
Rainer Marggraf (Agrarökonomie)
Hans Ruppert (Umweltgeologie)
Sonnabend, den 9. Februar 2002, 9.30 - 16.00 Uhr:
Resumée: Interdisziplinäre Wege zu einem neuen
Nachhaltigkeitsverständnis?
Am dritten Tag möchten wir zum Nach- und Weiterdenken mit dem Blick nach
vorn einladen. Argumente, Anregungen und Erfahrungen der beiden
vorangegangenen Symposionstage werden sozusagen quer zu den Referaten,
Disziplinen und Präsentationen im Hinblick auf eine Weiterentwicklung
und Differenzierung sowie Präzisierung des Nachhaltigkeitsbegriffes hin
resümiert. Es sollen gewissermaßen die Denkfrüchte in die Scheuer einer
weiterentwickelten Konzeptionalisierung von Nachhaltigkeitsvorstellungen
eingefahren werden.
Dies soll in der Weise organisiert werden, daß SymposionsbeobachterInnen
wesentliche Gedanken aus den Diskussionen der ersten beiden Tage
protokollierend und interpretierend sammeln und einleitend in die Arbeit
dieses Tages referieren. Das ist als"Serviceleistung" zur Unterstützung
des gemeinsamen Weiterdenkens geplant. Die betreffenden KollegInnen
werden dieses vor dem Hintergrund eines eigenen vorgedachten
Textentwurfes machen und sich für diese Quersicht an folgenden
Leitgesichtspunkten orientieren:
- Theoretische Aspekte des Nachhaltigkeitsbegriffes wie besonders z.B.
die Sinndimension
- Probleme und Verfahrensweisen inter- und transdisziplinärer
wissenschaftlicher Forschung
- Erfahrungen mit der Methodologie der Aktionsforschung sowie
Theorie-Praxis-Beziehungen
Anknüpfend an diese Vorarbeiten werden methodisch gestaltete thematische
Arbeitsgruppen versuchen, in pointierter Weise festzuhalten, welche
neuen theoretischen Ideen besonders interessant erscheinen und welche
empirischen Fragen für die Weiterentwicklung von Konzepten der
Nachhaltigkeit wichtig sind. Darüber hinaus ist dies auch ein Ort, um
über die weitere Arbeit des IZNE zu sprechen.
Zu den "Abenteuern" der Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen von
Nachhaltigkeit gehört es, theoretisch begründete Problemlösungsansätze
für die Nachhaltigkeitspraxis zu erfinden. Diese könnten dann in Agenda
21-Prozesse, etwa in der Region, einfließen. Damit möchte das IZNE auch
Anstöße für Folgeaktivitäten der Kooperation von Wissenschaft und Praxis
geben. Dies soll im übrigen durch eine Tagungspublikation des
Werkstattsymposions unterstützt werden, deren Verbreitung wir uns im
Delphi-Verfahren vorstellen. (Versenden des Tagungsberichtes an alle
TeilnehmerInnen und die interessierte Öffentlichkeit mit der Bitte um
Kommentierung.)